Zur Bildungssituation in NRW

Stellungnahme von NGK zur Situation von Kindern
und Jugendlichen mit Post Covid, Post Vac und ME/CFS


Stellungnahme von NichtGenesenKids e.V. zur Bildungssituation von Kindern
und Jugendlichen mit Post Covid, Post Vac und ME/CFS in Nordrhein-Westfalen

Bildung für alle ermöglichen

Kinder und Jugendliche mit Post Covid, Post Vac und ME/CFS sind in ihrer Bildungslaufbahn besonderen Herausforderungen ausgesetzt. Viele von ihnen sind schulwillig, jedoch körperlich und oder kognitiv stark eingeschränkt. Hinzu kommt eine stark schwankende Belastungsfähigkeit je nach Tagesform. Ihr Alltag wird durch das Kernsymptom Post-Exertionelle Malaise (PEM) zusätzlich erschwert. Jede Überlastung kann langfristige, teils dauerhafte gesundheitliche, sowohl körperlicher als auch kognitiver Art, Verschlechterungen nach sich ziehen, sodass eine uneingeschränkte Teilnahme am regulären Schulalltag für viele nicht möglich ist.

Obwohl das Schulgesetz Nordrhein-Westfalen allen Kindern eine individuelle Förderung zusichert, erleben viele betroffene Familien Schwierigkeiten in der praktischen Umsetzung. Schulen und Behörden sind oft unsicher im Umgang mit den Erkrankungen, was zu Verzögerungen oder Ablehnungen bei notwendigen schulischen Anpassungen führt. Die fehlende Anerkennung der Erkrankung, Schwierigkeiten bei der Gewährung von Nachteilsausgleichen und technische oder personelle Hilfestellung, starre Prüfungsformate und unzureichende schulische Unterstützung führen dazu, dass viele betroffene Schülerinnen und Schüler ihre schulische Laufbahn abbrechen müssen oder keinen Abschluss erlangen können. Eine konsequente Umsetzung der KMK-Regelungen (2011) zur inklusiven Bildung sowie der UN-Behindertenrechtskonvention könnte diese Belastungen deutlich reduzieren. Diese Kinder benötigen, unabhängig von Alter, Schulform oder Jahrgang, eine zukunftsorientierte Perspektive, die schulische, berufliche und soziale Teilhabe mit einbezieht.

Die Stellungnahme in voller Länge (PDF)