
Grundstein für Behandlung von ME/CFS am Uniklinikum Regensburg geschaffen
Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) stellt das Gesundheitssystem weiterhin vor große Herausforderungen. Auch in Ostbayern fehlt bislang eine spezialisierte Anlaufstelle für Diagnostik, Beratung und Behandlung dieser schweren Erkrankung. Um die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern, wird am Universitätsklinikum Regensburg die Einrichtung einer spezialisierten ME/CFS-Fachambulanz für Ostbayern vorangetrieben.
Über den aktuellen Stand dieses Vorhabens informierten heute, am 13.3.2026 in der Pina-Bar im AltstadtQuartier Hotel Münchner Hof in Regensburg der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer, die Landtagsabgeordneten Jürgen Eberwein und Patrick Grossmann sowie die Regensburger Stadträtin Kathrin Fuchshuber bei einem gemeinsamen Termin mit Betroffenenvertreterinnen und -vertretern an dem Lena Riepl für NichtGenesenKids e.V. teilnahm, sowie Verantwortlichen des Universitätsklinikums Regensburg.
Bereits im Vorfeld haben die Abgeordneten gemeinsam mit Stadträtin Kathrin Fuchshuber Gespräche mit der Leitung des Universitätsklinikums Regensburg geführt, um die Einrichtung einer spezialisierten Ambulanz für ME/CFS-Erkrankte auf den Weg zu bringen. Ziel ist es, die derzeit bestehende Versorgungslücke in Ostbayern zu schließen und Betroffenen eine kompetente, interdisziplinäre medizinische Anlaufstelle zu bieten.
Ein wichtiger Schritt hierfür ist nun gelungen: die Landtagsabgeordneten Jürgen Eberwein und Patrick Grossmann haben sich gemeinsam mit dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek sowie dem Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Bernhard Seidenath dafür eingesetzt, dass Mittel für die Anschub- und Ausstattungsphase einer ME/CFS-Ambulanz insgesamt 400.000 Euro aus der Fraktionsinitiative der CSU/FW-Fraktionen im Bayerischen Landtag für die Sachmittelausstattung der Fachambulanz bereitgestellt werden.
Der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer betont:
„ME/CFS ist eine schwere Erkrankung, die für viele Betroffene mit großen Einschränkungen im Alltag verbunden ist. Umso wichtiger ist es, dass wir auch in Ostbayern eine spezialisierte medizinische Anlaufstelle schaffen. Mit der geplanten Fachambulanz am Universitätsklinikum Regensburg wollen wir die Versorgung deutlich verbessern. Der Anfang ist jetzt gemacht. Die nächsten Schritte sind in Arbeit.“
Auch der Landtagsabgeordnete Patrick Grossmann, der als Mitglied des federführenden Haushaltsausschusses unmittelbar an den Beratungen beteiligt war, hebt die Bedeutung der nun bereitgestellten Mittel hervor:
„Mit den 400.000 Euro für die Anschub- und Ausstattungsphase leisten wir einen wichtigen Beitrag, damit die Fachambulanz am Universitätsklinikum Regensburg aufgebaut werden kann. Unser Ziel ist es, die bestehende Versorgungslücke für ME/CFS-Erkrankte in der Region nachhaltig zu schließen.“
Der Landtagsabgeordnete Jürgen Eberwein ergänzt:
„Die Rückmeldungen von Betroffenen zeigen, wie dringend eine spezialisierte Anlaufstelle benötigt wird. Deshalb ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit dem Universitätsklinikum und den Betroffenenvertretungen an einer tragfähigen Lösung arbeiten.“
Ein besonderer Impuls für das Projekt ging von der Regensburger Stadträtin Kathrin Fuchshuber aus. Aufgrund persönlicher Betroffenheit im Familienkreis setzt sie sich seit sieben Jahren für eine bessere Versorgung von ME/CFS-Erkrankten in der Region ein.
„Viele Betroffene kämpfen seit Jahrzehnten um Anerkennung und eine angemessene medizinische Betreuung, obwohl ME/CFS bereits seit 1969 von der World Health Organization als Erkrankung klassifiziert ist. Durch die Corona-Pandemie hat die Zahl der Betroffenen leider deutlich zugenommen.
Trotzdem wird diese schwere neuroimmunologische Erkrankung aufgrund ihrer Vielschichtigkeit von Ärztinnen und Ärzten, Gutachtern sowie auch vor Sozialgerichten noch immer zu häufig nicht erkannt – und entsprechend nicht anerkannt. Viele Betroffene irren daher oft bis zu zwei Jahre durch unser Gesundheitssystem und erhalten wechselnde oder falsche Diagnosen.
Die geplante Fachambulanz kann und wird ein entscheidender Schritt sein, um Diagnostik, Beratung und Behandlung endlich besser zu bündeln. Betroffene werden dort kompetente Ansprechpartner finden, die mit dem Krankheitsbild ME/CFS vertraut sind. Das hilft den Betroffenen, bringt die Forschung voran und entlastet langfristig auch die Krankenkassen. Ein echter Win-Win.“
Ein besonderer Impuls für das Projekt ging von der Regensburger Stadträtin Kathrin Fuchshuber aus, die sich aufgrund ihrer persönlichen Betroffenheit im Familienkreis seit längerer Zeit für eine bessere Versorgung von ME/CFS-Erkrankten einsetzt:
„Viele Betroffene kämpfen seit Jahren um Anerkennung und eine angemessene medizinische Betreuung. Die geplante Fachambulanz kann ein entscheidender Schritt sein, um Diagnostik, Beratung und Behandlung endlich besser zu bündeln.“
Neben der Anschubfinanzierung setzen sich die Abgeordneten gemeinsam mit Stadträtin Fuchshuber auch für eine langfristig tragfähige Finanzierung der Ambulanz ein. Landesmittel könnten das Projekt zwar entscheidend anstoßen, langfristig brauche es jedoch eine auskömmliche Finanzierung der Versorgung über das reguläre Gesundheitssystem.
Im Rahmen eines informellen Fachgesprächs mit Betroffenen und Vertreterinnen und Vertretern von ME/CFS-Initiativen berichten die Beteiligten über ihr bisheriges Engagement und stellen die nächsten Schritte zur Umsetzung der Ambulanz vor.
Zudem übergaben die Abgeordneten zusammen mit der Regensburger Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein offiziell die Fördermitteilung für die Anschubfinanzierung. Der ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Regensburg, Prof. Dr. Oliver Kölbl, erhielt dabei symbolisch einen Scheck für die Anschubfinanzierung der geplanten ME/CFS-Fachambulanz.
Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein erklärt hierzu:
„Das Universitätsklinikum Regensburg ist ein zentraler medizinischer Versorger für die gesamte Region. Die geplante ME/CFS-Fachambulanz kann für viele Betroffene in Ostbayern einen entscheidenden Unterschied machen. Deshalb begrüße ich es sehr, dass Bund, Land und kommunale Ebene hier gemeinsam an einer Verbesserung der Versorgung arbeiten.“
März 2025



