In unserer Onlineveranstaltung „Sorge um mein Kind“ am 25.06.2026 ging es um die emotionalen Herausforderungen von Eltern schwer erkrankter Kinder. Themen waren Krisenbewältigung, Ressourcen stärken, Prioritäten setzen und der bewusste Umgang mit den eigenen Kräften – denn auch Angehörige brauchen Unterstützung.
Wenn ein Kind schwer an ME/CFS, Long COVID oder einer anderen postinfektiösen Erkrankung erkrankt, verändert sich oft das gesamte Familienleben. Viele Eltern erleben Ängste, Hilflosigkeit, Erschöpfung und das Gefühl, mit ihren Sorgen allein zu sein. Genau diesen Themen widmete sich die Veranstaltung.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Eltern die eigene Krise erkennen, annehmen und trotz der enormen Belastung handlungsfähig bleiben können. Gemeinsam wurde beleuchtet, welche Gefühle und Herausforderungen viele Familien begleiten – vom Verlust des bisherigen Alltags über das Gefühl, aus dem sozialen Leben herauszufallen, bis hin zum täglichen Kampf um medizinische Versorgung, Verständnis und Unterstützung.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem bewussten Umgang mit den eigenen Ressourcen. Die Referentin zeigte auf, wie wichtig es ist,
- die eigene Situation anzunehmen,
- persönliche Kraftquellen zu erkennen,
- Unterstützung anzunehmen,
- Prioritäten zu setzen und
- die vorhandene Energie bewusst einzuteilen.
Besonders eindrücklich war die Botschaft, dass Pacing nicht nur für Menschen mit ME/CFS wichtig ist, sondern auch Angehörigen helfen kann, langfristig ihre eigenen Kräfte zu erhalten. Denn nur wer auch auf sich selbst achtet, kann sein Kind dauerhaft begleiten und unterstützen.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für den offenen Austausch sowie bei der Referentin von StehAufMensch für die wertvollen Impulse und praxisnahen Anregungen.
Gemeinsam möchten wir Familien stärken, Mut machen und zeigen: Niemand muss diesen Weg alleine gehen.




